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Donnerstag, den 08.09. 2011 00:00 Von: Christina Ruschin

Feuershow und Sonnenschein

Eröffnungs-Hoffest mit Kinderzirkus Wanjanini


„Ich wohne hier seit 41 Jahren, und so etwas hat’s noch nicht gegeben“ –  so  der Kommentar einer  Anwohnerin des Breitenbachhofs. Dort eröffnete am Samstag, 17. September der Nachbarschaftstreff „Bei uns“ mit einem gut besuchten Hoffest und einer Feuershow.

Nicht nur die Festlichkeit löste bei Irene Dirkmann Begeisterung aus. Auch die Idee, die leer stehende, ehemalige Bäckerei in dem Hof in einen Nachbarschaftstreff umzuwandeln, findet die Gröpelingerin gut. In Zukunft öffnet der Martinsclub dort die von der Espabau Genossenschaft restaurierten Räume für Feierlichkeiten, Seminare, Kochaktionen und kulturelle Veranstaltungen zu günstigen Konditionen -  und veranstaltet auch selbst verschiedene Treffen, wie ein offenes Malatelier, einen Spieleabend oder Yoga-Kurse.

Mit diesem Angebot will der Martinsclub die Strukturen des Stadtteils und das Miteinander in der Nachbarschaft, in der auch elf Menschen mit Behinderungen wohnen, stärken. Wie gut das funktioniert kann, ließ sich bei der Eröffnung bereits erahnen. Verschiedene Generationen und Kulturen, Alteingesessene, Neuzugezogene und Menschen aus anderen Stadtteilen waren zum Fest gekommen, begutachteten die neuen Räume und genossen das gute Wetter auf dem beschaulichen Hofplatz. Diplom Griller vom Martinsclub boten eine Bratwurst an, und auch auf Kaffee und Kuchen musste keiner verzichten. Eine Torwand, ein Kegelspiel und eine Button-Maschine kamen bei den Kindern gut an.

Ein Spiel mit dem Feuer dann am Nachmittag: Das sechsköpfige Wanjanini-Kinderzirkusteam trat als Überraschungsgast auf und beeindruckte mit seinen Kunststücken. Die Eingebung zur Show-Einlage lag im wortwörtlichen Sinn nahe, denn Michael Witte, Breitenbachhof-Bewohner und Klient beim Martinsclub, macht seit etwa fünf Jahren bei dem Kinderzirkus-Ferienprogramm mit.

Das Fest sorgte auch für gute Stimmung bei den Veranstaltern: „Das ist ein sehr schöner Auftakt für unsere neuen Räume“, so die Leiterin für das m|c „Wohntraining“ und Ambulantes Wohnen, Christine Lemonnier, „das lässt uns bezüglich einer breiten Nutzung optimistisch sein“.