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Mittwoch, den 30.03. 2011 13:46 Von: Christine Gediga

Eine neue Chance für die Familie

Die Ambulanten Hilfen des Martinsclub sind für Familien mit Kindern mit Behinderung da


Frau S. war mit ihren Kräften am Ende. Ihr Sohn (9 Jahre) hat die Diagnose „frühkindlicher Autismus“ und nahm sie übermäßig in Anspruch. Die Mutter erinnert sich: „Er rannte in derWohnung hin und her, machteMöbel und Fernseher kaputt oder verletzte sich selbst. Wir konnten kaum unsereWohnung verlassen, weil er immer wieder wegrannte. Auf den Spielplätzen suchte er die Süßigkeiten anderer Kinder, und es kam zu heftigen Streitereien, in die ich natürlich auch verwickelt wurde.“ Frau S. war am Rande ihrer Kräfte und Nerven.

Die Familie brauchte Hilfe und wendete sich an die „Ambulanten Hilfen“ des m|c. DerMartinsclub hat sich gemeinsam mit der Mutter auf denWeg gemacht – vom ersten Kennenlernen über den Antrag bis zur Begleitung zum Amt. Anschließend hakte die Mitarbeiterin des m|c regelmäßig nach, um das Verfahren zu beschleunigen und Unklarheiten schnell zu beseitigen.

Nicht alles ging reibungslos - z. B. gab es Diskussionen über die Anrechnung von Leistungen der Pflegeversicherung. Aber auch hier fanden die Fachleute des m|c eine Lösung. "Eltern alleine sind in diesen Situationen schnell überfordert und geben auf", sagt Anke Hartwig von den Ambulanten Hilfen. "Wir können helfen, durchzuhalten und mit Rat und Tat zur Seite stehen."

Mittlerweile hat sich die Hilfe in der Familie eingespielt. An zwei Nachmittagen kommen Fachkräfte ins Haus oder begleiten den Jungen in seiner Freizeit. Sie gehen mit ihm auf den Spielplatz, zum Schwimmen oder begleiten ihn zum Autismustherapiezentrum. 

In der Zeit, in der die Mitarbeiter sich um den Jungen kümmern, kann die Mutter zur Ruhe kommen, Einkäufe erledigen oder sich andere Dinge vornehmen. „Ich sehe wieder eine Chance, mit meinem Sohn positiv umzugehen; das hatte ich schon fast aufgegeben“, zieht sie ein positives Resümee.

Kontakt und weitere Informationen zu den Ambulanten Hilfen.